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7 Tipps wie du zu Hause alleine Musik machen kannst (in Zeiten von Corona)

Nenn es, wie du willst: Lockdown, Selbst-Quarantäne, Social Distancing, Isolation – wir verbringen gerade alle viel mehr Zeit zu Hause. Wie kannst du diese zusätzliche Zeit gut zum Musikmachen nutzen? Warum es der perfekte Moment ist, etwas Neues zu beginnen? Wie du ein neues Instrument lernen, ein vernachlässigtes Musik-Hobby wieder aufnehmen oder deine Übungspraxis ohne Proberaum völlig neu aufstellen kannst? Antworten auf diese Fragen bekommst Du hier in diesem Artikel.

Musiker allein zu Hause Photo by Stephan Vance on Unsplash

Für Einsteiger: Dein Startschuss zum Musikmachen!

Wenn dir nach Wochen zu Hause zunehmend langweilig wird, weil du auf die üblichen Aktivitäten draußen verzichtest, du alle 248 Staffeln “Friends” auf Netflix bereits gebinged hast, dein Körper schon Sofa-Form annimmt und du etwas für dein Gehirn und deine Lebensfreude machen möchtest, ist jetzt der perfekte Zeitpunkt, ein Musikinstrument zu lernen. Klavier spielen, Gitarre lernen, Schlagzeug spielen oder dein Start in digitaler Musikproduktion: Dank des Internets gibt es viele Möglichkeiten, online zu lernen. Youtube-Tutorials, der Musikunterricht via Skype oder mit Lern-Apps und Programmen, mit denen du dich spielerisch im Musikmachen ausprobierst. Was tun? Probiere dich zuerst virtuell durch Instrumente durch, bevor du dich entscheidest.
Vielleicht hast du Glück und jemand anderes in deinem Haushalt hat ein Instrument, das du ausprobieren und lernen kannst. Leider nicht? Dann kannst du dir ein gebrauchtes oder neues Instrument online bestellen und bequem nach Hause liefern lassen. Keine sorge: Die meisten Online-Händler bieten ein Rückgaberecht bis zu 30 Tage. Achte bei der Bestellung einfach darauf, wann du das Instrument wieder zurückschicken musst – für den Fall, dass es dir doch nicht gefallen sollte. Jetzt ist also die optimale Zeit zum Ausprobieren und sein Instrument zu finden. Was aber wenn du bereits Musiker bist, ein Instrument zu Hause hast oder gerne Singst aber dein Hobby etwas eingerostet ist?

Für Wieder-Einsteiger: Hast du das Musikmachen schleifen lassen?

Vielleicht hast du mal ein Instrument gespielt und hast dein Instrument noch in deiner Wohnung herumstehen und einfach irgendwann aus Mangel an Zeit oder Motivation das Spielen aufgegeben. Dann ist jetzt genau der richtige Moment, wieder damit anzufangen. Such die alten Noten heraus, staub dein Instrument ab und los geht’s! Ob mit Videos, Apps oder analog: dir stehen viele Möglichkeiten offen.

Für (hobby) Musiker*innen: Musiker allein zu Haus?

Wenn du süchtig nach Musikmachen bist, der Proberaum und das Band-Meeting dein Lebenselixier sind und du nun schon seit Wochen Entzugserscheinungen hast, geben wir hier wichtige Anregungen und Profi-Tipps, die dich inspirieren können, wie du trotzdem auf deine Kosten kommst.

Tipp 1: Pssst…! Zu Hause üben mit reduzierter Lautstärke

Es gibt für jedes Instrument eine Möglichkeit, gedämpft zu spielen. Manche bekannter, manche ausgefallener. Mit Kopfhörern spielst du deine elektrische Gitarre, den Bass, Synthesizer und E-Piano ohne dass eure Nachbarn davon etwas mitbekommen. Auch den Gesang in ein Mikrofon kannst du über Kopfhörer abspielen.
Auch für Blasinstrumente und Streicher kannst du dir Dämpfer zulegen, die die Lautstärke reduzieren, so dass du zu Hause üben kannst. Bei deinem Musik-Händler findest du das richtige Modell, egal ob fürs Saxophon oder Cello. Beim akustischen Klavier ist das Dämpfer-Pedal, der sogenannte Moderator dafür zuständig, dass sich ein Filzlappen über alle Saiten legt, sodass der Klang spürbar dumpfer und leiser wird.
Vorsicht bei elektronischen Drum-Kits! Ob die Fußtritte auf die Kick vom Nachbar gehört werden hängt vom Gebäude ab – hier überträgt jedes Haus anders. Um den Hausfrieden zu wahren, solltest du in jedem Fall auf deine Nachbarn achten.

Tipp 2: Üben ganz ohne Instrument?

Wenn dein akustisches Schlagzeug im Proberaum steht oder du kein eigenes besitzt und nun denkst, dass du aufgeschmissen bist, sei beruhigt, denn es gibt auch dafür Alternativen. Du kannst Technik, Koordination und Rhythmen auf anderen Oberflächen üben. Du kannst dir dazu ein professionelles Übungspad kaufen. Das ist sowieso praktisch, auch wenn du Zugang zu einem Schlagzeug hast, um zuerst die Technik zu üben. Sich ein elektronisches Drumset anzuschaffen ist auch eine Möglichkeit zu Hause zu üben.
Du könntest auch improvisieren und dir selbst eine Übungsfläche einrichten. Wichtig ist dabei, dass die Oberfläche leicht zurück federt; ideal ist eine gummierte Schreibtischunterlage oder ein Mousepad. Weitere Methoden hat der Profi-Schlagzeuger Andi Rohde in seinem praktischen Youtube-Tutorial zusammengestellt. Er gibt Insidertipps, wie du auch ganz ohne das Instrument üben kannst und wie du deine Schlagzeug-Skills zu Hause sonst noch trainieren kannst – Stichwort Lerntechniken.

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Tipp 3: Wechsele die Perspektive und lerne etwas Neues!

Eine andere Möglichkeit auch ohne Proberaum musikalisch fit zu bleiben, ist die Perspektive zu wechseln. Wie wäre es, die Komfortzone deines Instruments zu verlassen und mit etwas Neuem zu beginnen? Denn jede Aktivität, die dein musikalisches Gespür anspricht, ist ein Training für deine Skills auf deinem Instrument und gut investierte Zeit, auch wenn du im Moment daran gehindert bist, dein Instrument zu spielen oder mit deiner Band zu proben.
Du kannst digital mit einer App oder analog ein neues Instrument lernen. Ein Wechsel bringt immer einen Mehrwert für dein Können auf deinem Hauptinstrument. Klavier ist zum Beispiel ein gutes Zweit- oder Drittinstrument, weil du in kurzer Lernzeit viel erreichen kannst und damit nebenbei spielerisch die Grundlagen der Musiktheorie lernst.

Tipp 4: Back to School of Rock!

Jetzt ist auch der richtige Zeitpunkt, endlich mal dieses Songwriting-Seminar zu machen oder deine Skills in der Musikproduktion mit einem Kurs zu erweitern. Es gibt unzählige Online-Kurse von renommierten internationalen Musik-Universitäten zu Musikpraxis und -theorie und einige bieten im Moment günstigere Konditionen oder kostenlose Probierstunden an. Die Open University ist eine gute Quelle für kostenlose professionelle Musikkurse auf Englisch.
Aber auch die Buchlektüre lohnt sich, ob nun ein theoretisches Handbuch zum Komponieren oder eine Musiker-Biografie, um dich in deiner eigenen Songwriting-Praxis inspirieren zu lassen.

Tipp 5: Spielerisch Musik produzieren

Viele Anbieter stellen ihre Musik-Software und Apps im Moment kostenlos oder vergünstigt zur Verfügung. So können Musiker*innen und Nicht-Musiker*innen ganz intuitiv ihre eigene Musik erstellen, zum Beispiel in der Synthesizer App von Moog, dem Mini Moog Model D Auch Korg bietet eine digitale Variante seines intuitiven X-Y-Pads Kaossilator, den iKaossilator, kostenlos an. Apples Garageband geht immer, aber auch umfangreiche Programme wie Ampify Studio für den Computer und das Launchpad oder die Groovebox für iOS lassen dich im Handumdrehen Musikideen kreieren, Arrangements ausprobieren und spielerisch neue Tracks erstellen.

Home Production Setup Photo by Duncan Kidd on Unsplash

Tipp 6: Häufig vernachlässigt: Ein Exkurs ins Schreiben und in die Gehörbildung

Trainiere dein Gehör, indem du deine eigene Musik aufnimmst und dir anhörst oder Musik, die dir persönlich gefällt, aufmerksam anhörst und schriftlich analysierst. Du kannst dich auch im Notenschreiben üben und deine Band-Songs aufzeichnen. Dabei trainierst du dein Musikverständnis und vielleicht bekommst du neue Inspiration, wie du deine Songs entwickeln kannst, die dir erst in schwarz auf weiß auffallen. Wenn du nicht per Hand schreiben möchtest, geht es auch praktischer mit Notensatz-Software.

Tipp 7: DIY-Musik zu Hause? Macht Quarantäne-Demos online!

Statt im Proberaum treffen sich Bands nun online in Videokonferenzen. Es gibt einige Optionen zur Auswahl, ob Videokonferenz-Software wie Zoom oder Videotelefon-Apps wie Google Hangouts und FaceTime. So bleibt ihr in Kontakt, könnt euch über eure individuellen Fortschritte und Ideen austauschen und euch gegenseitig motivieren, zu Hause zu spielen.
Aber Achtung: in einer Videokonferenz zusammenspielen oder euch aufnehmen funktioniert online durch die Verzögerung bei der Übertragung, den Lagging-Effekt, leider nicht so gut, aber lasst eure Kreativität bloß nicht von technischen Details einschränken! Es gibt kostenlose Apps, mit denen ihr online zusammen Musik machen und aufnehmen könnt. Die britische Hobbymusik-Organisation Making Music empfiehlt Apps wie Jamkazam, Jammr oder Cleanfeed, die ihr ausprobieren könnt.
Eine andere Möglichkeit ist, euch im Videotreffen nacheinander neue Jams, Hooks und Songideen vorzuspielen und jeder arbeitet individuell an seinem Part, nimmt sich auf und schickt es den anderen Bandmitgliedern. Nacheinander fügt ihr alles zusammen und in einer Audiosoftware wird der Gesamtsong zusammengemixt und gemastert. Klingt kompliziert und umständlich? Schau dir die Beispiele von anderen Bands an. Auch wenn eure Demo so erstmal in Lo-Fi und Demoqualität entsteht, im Moment zählt zuerst einmal der Spaß! Ihr könnt die Songs immer später professionell im Studio aufnehmen.

Inspiration gefällig?

Natürlich bietet es sich an, die Quarantäne als Thema in eure Demo einfließen zu lassen und die schwierige Zeit in der Musik zu verarbeiten: also Solomusiker*in oder zusammen in einer Band.
So hat die deutsche Punk-Band „die Ärzte“ einen Song über Corona geschrieben, den sie (im Songvideo zumindest) über Videokonferenz einspielen. Passenderweise geht es ums Thema Quarantäne.

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Und wenn die Proberaum-Tore von Sound Animal wieder aufmachen, kannst du ohne nervige Nachbarn und Online-Lag bei uns wieder voll aufdrehen!
Das waren unsere 7 Tipps, wie du zu Hause alleine Musik machen kannst. Haben wir etwas wichtiges vergessen? Falls ja, dann hinterlasse jetzt einfach einen Kommentar mit deinem Tipp!

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