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Übung macht den Meister – Wie bleibst du motiviert?

Ein Musikinstrument zu lernen ist mit Muskeltraining vergleichbar: Je öfter du trainierst, desto besser wirst du. Aber ganz so simpel ist es nicht. Wie schaffst du es, regelmäßig zu spielen und deine Skills zu verbessern? Machen wir uns nichts vor: Es ist nicht immer einfach, die Motivation aufzubringen. Gerade neben einem anstrengenden Alltag mit Arbeit, Schule oder Studium kann der Antrieb, ein Instrument zu lernen und regelmäßig zu spielen, auch mal flöten gehen. Wir haben daher ein paar einfache Tricks zusammengestellt, wie du deinen inneren Schweinehund überwinden kannst.

1. Wertschätzung und Motivation finden 

Führe dir vor Augen, warum du mit dem Musizieren angefangen hast und was für dich persönlich das Schöne daran ist. 

Das kann ein Ausgleich zum stressigen Alltag sein. Das Glücksgefühl nach dem Musikmachen, ähnlich wie das Runner‘s High nach dem Joggen. Vielleicht möchtest du neben deinem Alltag zur Abwechslung mal deine kreativen Gehirnregionen aktivieren und trainieren.

Vielleicht wolltest du früher schon immer eine coole Gitarristin sein, aber warst dann doch nur beim Ballett. Oder du hast den Traum, auf der Bühne zu stehen und mit in einer Band Neues zu erschaffen, was andere Menschen bewegt.

Vielleicht singst du gerne, aber zuhause sollen die Nachbarn verschont bleiben, also gehst du in einen schallgeschützten Proberaum. Du möchtest Emotionen loswerden und richtig laut sein. Oder du hast von deinem Lieblingsmusiker das Notenbuch gekauft, damit du deine Lieblingslieder lernen kannst. 

Dein Grund ist deine Motivation!

2. Realistische Ziele setzen

Nachdem du verinnerlicht hast, was deine Motivation ist, geht es nun darum, dir Ziele zu setzen, die realistisch für dich sind. Was möchtest du erreichen und wie schnell? Auch dein Musiklehrer kann dir dabei helfen herauszufinden, wie viele Stunden Übungszeit pro Woche du brauchst. 

Ein Musiklehrer oder -lehrerin kann dir bei der Entwicklung helfen

Vergleiche dich nicht mit anderen, ihren Fähigkeiten und ihren Übungszeiten. Behalte deine Erwartungen in realistischen Bereichen. Setz dich nicht unnötig unter Druck. Schau einfach, wie viel Zeit in deinem Kalender wirklich übrig ist, lege sie fest und bleibe dann bei deinen Probezeiten.

3. Regelmäßigkeit ist wichtig

Weißt du nun, wann deine Probezeiten liegen, lass dich nicht von deiner Tagesstimmung aus dem Konzept bringen. Auch die großen Künstlerinnen und Musiker arbeiten regelmäßig, egal wie sie sich fühlen. Sogar Nick Cave hat einen geregelten 9-5-Arbeitstag des Songschreibens*. Wenn du Musik als Hobby betreibst, sind vielleicht für dich ein oder zwei Termine pro Woche eine gute Idee. Wenn du einen Auftritt vorbereitest, ist mehr Übungszeit davor angesagt. 

4. Das richtige Übungsintervall für dich finden

Hast du deine Termine im Kalender (oder in unser Sound Animal Mitglieder-App siehe Video) eingetragen, geht es nun daran, herauszufinden, was für dich ein gutes Übungsintervall ist. 

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So buchst du eine Probe über die Sound Animal Mitglieder-App

Allgemein ist davon abzuraten, exzessive Intensiv-Sessions mit vielen Stunden zu machen: wie im Sport eben auch. Gerade bei körperlich herausfordernden Instrumenten wie Schlagzeug verstehen sich regelmäßige Pausen von selbst. Weil Schlagzeugspielen viel Energie verbraucht, ist es wichtig, vorher genug davon getankt zu haben und regelmäßig Trinkpausen zu machen.

Auch bei körperlich weniger herausfordernden Instrumenten ist wichtig: Überlaste dein Gehirn nicht, sondern mach Pausen. Denn das Gehirn spielt eine große Rolle, um Stücke zu lernen und deine Technik zu verbessern. Es braucht regelmäßige Erholungspausen. Am effektivsten sind Spielpausen alle 30 bis 45 Minuten, in denen du komplett abschaltest. Ein kleiner Spaziergang um den Block, ein Gespräch mit den anderen Musikern, die nebenan proben, eine Meditation oder ein paar Streck-Übungen: you name it. Es ist wissenschaftlich bewiesen, dass das Gehirn so am besten Neues lernt. Nicht umsonst sind die Unterrichtseinheiten in Musikschulen 30 oder 45 Minuten lang.

5. Gestalte deine Übungszeit aktiv und abwechslungsreich 

Damit du deine Kapazitäten am besten nutzt, ist es gut, deine Übungszeit in abwechslungsreiche Intervalle einzuteilen.

Aufwärmen

Am Anfang möchtest du erst einmal reinkommen, deine Finger aufwärmen und dich wieder mit der Materialität von deinem Instrument verbinden. Aufwärmen kannst du dich mit Technikübungen. Je nachdem, was du spielt, kannst du das auf verschiedene Art und Weise tun. 

Das wären beim Klavierspielen Etüden. Das Wort ist abgeleitet von dem französischen étudier – „studieren“. Diese Fingerübungen gibt es von großen Komponisten wie Bach und Robert Schumann, aber auch von modernen Komponistinnen. Sie helfen nicht nur die Finger aufzuwärmen, sondern auch schwierige Griffe und Passagen leichtfertiger zu spielen und insgesamt die Fähigkeiten auf dem Klavier zu trainieren. Ähnlich wie beim Muskeltraining funktioniert das Lernen über das Muskelgedächtnis. Lockere vorher und zwischendurch immer wieder deine Finger, die Handgelenke und Schultern und achte darauf, dass du entspannt sitzt.

Bei der Gitarre sind Fingerpicking-Übungen beliebt, um warm zu werden und die neuen Fertigkeiten ins „Muskelgedächtnis“ zu bekommen. Blues-Tonleitern trainieren nicht nur dein Fingergefühl, sondern sind auch die perfekte Grundlage, um selbst Songs zu schreiben. Darauf bauen viele bekannte Songs im Rock, Metal, Country und Pop auf. Diese Skalen blind spielen zu können, macht gemeinsames Jammen viel einfacher.

Sängerinnen und Sänger wollen vor der Probe ihre Stimme mit Atem- und Lautübungen, Tonleitern und Trillern sowie Lockerungsübungen für die Lippen und die Gesichtsmuskeln aufwärmen. 

Ein Mix aus Üben, Analysieren und Improvisieren

Nach dem Warm-Up kannst du auch ein paar rhythmische Akkordfolgen anschlagen oder Arpeggios auf der Klaviatur improvisieren. Ein paar Mal deine neuen Übungsstücke durchspielen, die Problemstellen analysieren und wiederholen bis es fließend(er) klappt – dann ist wieder Pause angesagt.

Abschluss

Zum Abschluss kannst du alle neu gelernten oder neu komponierten Lieder wie ein Konzert spielen und schauen, ob du durchkommst. Wenn Leute aus der Proberaum-Community zu deinem kleinen Konzert kommen, ist das eine gute Übung vor Publikum zu spielen. So merkst du, ob dein Muskelgedächtnis auch funktioniert, wenn du Lampenfieber hast. 

6. Experimentierfreudig und nachsichtig sein

Wenn du absolut keine Konzentration, keine Lust auf dein Übungsstück hast oder keine Energie aufbringst, an deinem neuen Song zu arbeiten, verzage nicht an deinen vielleicht zu hohen Erwartungen. Freu dich lieber, dass du den ersten Schritt zum Proberaum geschafft hast: Von hier kann es nur besser werden, egal, was du machst. 

Du kannst spontan auf deine Stimmung eingehen und mal was ganz anderes ausprobieren. Spiele alte Lieder, die du schon beherrschst, um dich wohlzufühlen und Spaß zu haben. Du kannst auch nur jammen und in freier Inspiration den Erwartungsdruck loslassen und neue Songideen finden. 

Oder ein neues Lieblingslied nachspielen oder ein paar neue Gitarren-Effekte ausprobieren: du bestimmst. 

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Bleib locker entspannt und locker beim Üben, so wie Kathleen Hanna


Sollte es einmal gar nicht gehen, kannst du im praktischen App-Buchungssystem von Sound Animal natürlich jederzeit (12 Stunden vor deinem Termin) deinen Termin canceln und ihn wieder freigeben. Häufige Absagen würden wir aber nicht empfehlen. Warum? Damit du im Rhythmus bleibst!

7. Nutze Gruppendynamik für deine Motivation

Damit es beim Üben nicht einsam wird, könntest du eine Übungsgemeinschaft mit jemandem eingehen und die Termine ins gleiche Zeitfenster legen. Ähnlich wie beim Sport könnt ihr euch so gemeinsam motivieren und euch gegenseitig inspirieren: natürlich ohne Konkurrenzgedanken. Ab und zu Stücke zusammenzuspielen wie vierhändig Klavier macht nicht nur richtig Spaß, sondern verbessert auch noch eure Intuition und die Blattspiel-Skills.

Zusammen übt sich’s leichter

Das Schöne zum Abschluss

Sobald dein Weg zum Proberaum nach ein paar Wochen zur Gewohnheit geworden ist, brauchst du nicht mehr jedes Mal die Motivation dafür aufbringen: Du gehst einfach hin und bist da für deine Musik und dich: wie Nick Cave.

Welche Tricks und Tipps haben wir vergessen? Schreibe unten einen Kommentar und teile dein Wissen mit der Musiker-Community.

*Quelle Nick Cave 9-to-5 : Dokumentation Once More With Feeling und URL: https://www.newstatesman.com/music-and-performance/2013/01/tight-fitting-tunes-johnny-marr-and-nick-cave

1 Kommentar zu „Übung macht den Meister – Wie bleibst du motiviert?“

  1. Pingback: 7 Ideen, wie du als Musiker die Zeit ohne Konzerte optimal für dich nutzt - Sound Animal

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